The Camera Eye

The Camera Eye ist ein spontan gefilmter experimenteller Kurzfilm. Er wurde in einer Ausstellung über die Werke der estnischen Künstlerin Malle Leis gefilmt und zeigt in der zentralen Einstellung einen Ausschnitt eines Dokumentarfilms über sie aus dem Jahr 1980.

Experimentiert wurde auf zwei Ebenen: Zunächst stand die Idee im Mittelpunkt eine Dokumentation über die Entstehung eines Gemäldes, die in einem Museum gezeigt wird, in der eben dieses Gemäde hängt, abzufilmen und dann dieses neue Video wiederrum so zu gestalten, als würde es in einem Museum hängen. Die Hoffnung war, auf diese Weise unterschiedliche Formen künstlerischer und medialer Referentialität aufzeigen zu können. Des Weiteren sollte die Kamera als unbekannter Akteur mit einbezogen werden. Gefilmt wurde mit einer Panasonic Lumix DMC-FS3 in 4:3 (640:480). Der Weißabgleich wurde auf Automatik gesetzt, wodurch klar war, dass bei die Kamera bei schwankenden Lichttönen versuchen würde das Bild anzupassen und dadurch einen direkten Einfluss auf das entstehenden Bild nehmen würde. Dieser Effekt sollte durch die geringen Auflösung noch verstärkt werden.